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Keyboard Lernen und Üben

Hallo Keyboarder,

Es gibt nunmal das Forum und man kann hier seine Erfahrungen und Probleme schildern, was ich hiermit in Anspruch nehmen möchte.

Also - Ich bin zwar schon im gesetzteren Alter (Rentner), habe mir nun trotzdem seit ein par Monaten den Wunsch erfüllt und ein Keyboard angeschafft da ich nun die Zeit dafür habe und der in You Tube entdeckte „Supertolle“ O-key Keyboardkurs hat mich bei der Entscheidung bestärkt das ich es anpacke > das Keyboard lernen, (das ist aber schon einige Monate her). Wie ich schon schrieb im gesetzten alter und da ist trotz Übungen die Finger- aber mehr die Hand-Koordination schwierig. Habe mit der rechten die Melodie geübt bis es klappte > dann die linke Hand die Akkorde klappte wunderbar. Aber sobald beides zusammen ist es aus. Werde aber trotzdem immer immer weiter üben. Warum schreibe ich das hier? Wollte eigentlich wissen, ob hier jemand die gleichen oder ähnliche Probleme hat oder hatte, und ob man dieses Problem überwinden kann, sei es durch viel Übung oder irgendwelche andere Lernmetoden.

Grüße Klaus

Hallo Klaus,

also ich kann nur sagen wie ich es mache. Ich hatte das am Anfang auch aber das ändert sich im Laufe der Zeit. Wie weit bist du denn? Ich habe auch alle Videos von oben nach unten abgearbeitet und erst weiter gemacht, wenn die Übung oder Aufgabe klappte.

 

Jetzt mache ich das so, dass ich kaum die Hände einzeln übe (nur wenn die Melodie sehr schwierig ist), ich probiere immer 1-2-3 Takte mit beiden Händen und mache erst weiter, wenn das läuft.

 

Ja ich denke, eine große Hilfe ist das jetzt bestimmt nicht. Jeder ist anders und lernt anders. Da muss man seinen Weg finden. Auf jeden Fall ist das eine Frage der Übung  wie oft und wie lange übst du denn so?

Auch wenn es manchmal schwer ist, viel Spaß beim Lernen.

 

Yv

Hi Klaus,
vermutlich gehören wir noch eine Weile zu den Wenigen, die hier schreiben... bis das junge Forum mal etwas populärer geworden und der Sommer rum ist. Viele Leute sind jetzt inaktiv, auch wenn sie es sich anders vorgenommen hatten 🙂 Nach dem Sommer hoffe ich auf weit mehr Aktivität. Vielleicht werde ich im nächsten Newsletter mal neue Forenthemen (so wie dieses hier) anbieten/empfehlen, um etwas Bewegung zu erzeugen.
Das von dir geschilderte Koordinationsproblem kenne ich typischerweise vom Schülerkreis über 60, aber auch nicht von Allen und manchmal auch von viel Jüngeren, außerdem auch abhängig des Songs. Es ist dann viel ausgeprägter, wenn früher nie etwas ähnlich Koordinatives getan wurde. Die Ursache liegt meist im "zu Vielen gleichzeitig". Ein überlasteter Computer würde vielleicht melden: "to many informations". Du musst also versuchen, zunächst ein stressendes Element weg zu lassen und so das Grundgerüst an sich festigen.
Koordination aufbauende Trainingsmethoden könnten zB. sein:
- Rhythmusstyle aus! Laufender Style stresst oft! Akkord zuerst setzen, erst wenige Augenblicke DANACH die rechte Hand an der Stelle spielen beginnen (bis nächster Akkord kommt)... dann erneut Akkord zuerst ganz alleine in Ruhe absetzen und DANN wieder die Melodie ab diesem Akkord nachfolgen lassen. Ganz entspannt! Damit koordinierst du den groben Ablauf, ohne die stressige Rhythmik im Nacken zu haben. Wie gesagt: ohne laufenden Style!
- Andere Methode: Während die rechte Hand regulär die Melodie spielt (hier hingegen auch mit gestarteten Styledrums), soll die linke Hand keine Akkorde spielen, sondern zum Zeitpunkt eines Akkords lediglich auf den linken Oberschenkel schlagen. Damit prägst du dir den exakten Zeitpunkt der Akkorde zur Melodie ein, ohne die Information der einzelnen Akkordtöne/des Akkordgriffs verarbeiten zu müssen. Auch eine Entlastungs-Möglichkeit.
Derlei vereinfachende Übungen an einem Song macht man ein paar mal, bevor man dann wieder den "Vollwaschgang" probiert, sprich beidhändig mit laufendem Style. Solange es noch "Unfälle" beim Vollwaschgang gibt, schiebt man wieder solche Übungen dazwischen.
- Ganz andere Methodik: Weg vom Keyboard sitzen und mit den Noten vor der Nase NUR auf die Schenkel schlagen, beidhändig wie es im Blatt steht. Versuche damit alleine die beidhändige Rhythmik einzuhalten, sonst nichts. Damit entlastest du dich um sämtliche Tonhöhen, Griffe und Fingersätze. Rhythmik und Songablauf pur!
- Man kann auch mal eine 1- oder 2-taktige Problemstelle fokussieren und im Looping so lange traktieren, bis sie mehrfach nacheinander gelingt (so ähnlich hat es ja grade auch Yvonne beschrieben). Das kann dann einzelne Koordinationsknoten lösen. Die weiter oben beschriebenen Methoden wirken hingegen eher generell.
- Noch ein Weg: immer nur eine Zeile erobern! Gehe erst im Song weiter, wenn dir eine Zeile gelungen ist.
- Oder Rekordjagd: Spiele bis zum ersten Crash. Merke dir die Stelle, übe sie kurz und versuche dann diesen Weitenrekord zu schlagen, sprich weiter zu kommen im Song.
Ich habe früher, als ich Privatunterricht gegeben hatte, immer wieder gemerkt, dass viele Leute gleich sofort beidhändig mit Style drauf los spielen wollen, um sofort das Sounderlebnis zu bekommen. Dann werden aber Schluderfehler eintrainiert, weil aufgrund des Zeitdrucks einige Details nicht im Kopf abgespeichert werden, sei es ein wichtiger Fingersatz oder ein Akkordwechsel. Das führt dann im Ablauf zu Irritationen und dem Crash beim Spielen.
Also, wie gesagt: phasenweise Stress reduzieren, indem eines der Elemente entschärft oder ganz weg genommen wird. DANN nimmt man den Rest drum rum fokussierter auf und kann es nachher im Vollwaschgang leichter abrufen.
Aber auch da hat Yvonne recht: Jeder lernt anders. Kann sein, du findest für dich eine andere, bessere Übungsmethode.
beste Grüße
Niño

Hallo,

Ich danke für die schnellen Antwort.

Habe auch die Level von Anfang und öfters durchgearbeitet. Nun wollte ich mal einen Song aus Level 2 (für den Profi sehr einfach) aber ... naja ich knabbere dran, gebe aber nicht auf. Hab mir eine Registrierung zusammengebaut die ich und auch die Frau sehr schön finden. OK ich komme bis zum Ende der zweiten Zeile und dann stolpere ich über das F und die folgenden Akkorde (mach aber nicht mit SFC, sondern mit mehrfinger-Akkorde) also doch etwas vorgegriffen. OK ich mache es so "Stück für Stück" und muss wohl auch etwas mehr Geduld aufbringen. Hab nur manchmal zweifel das es doch zu spät für mich ist mit dem Keyboard lernen, aber ich „will“ es unbedingt, ok in die höhere Liga wird ich es nicht schaffen aber für den Hausgebrauch muss es unbedingt klappen. Stimmst Du mir da zu?

Grüße Klaus

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Hallo Niño,

habe eben Deinen Kommentar gelesen. Recht herzlichen dank das sind Super Tipps. Mit dem Zeile für Zeile hab ich angefangen das klappt schon. Die Frau sagt ich soll nicht so ungeduldig sein, schließlich bin ich ja noch nicht so lange dabei, denn durch den „Trabbel“ mit den Keyboards bevor ich mir den Genos gekauft habe ging viel Zeit verloren und musste immer wieder neu anfangen.

Werde jedenfalls Deine Super-Ratschläge befolgen und wenn es recht ist vielleicht irgendwann von meinen Erfolgen und evtl. auch neuen Problemen berichten

Grüße Klaus

Hi Klaus,

ja, das Thema Geduld... man will natürlich sofort alles erreichen, doch grade bei Musikinstrumenten setzt es voraus, den Ablauf im Schlaf zu können. Wenn wir mal ehrlich sind, handelt es sich "bloß" um einen reinen Ablauf von Bewegungen. Wie sagte einmal Bach?: „Alles, was man tun muss, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.“

Natürlich kannst du gerne mal wieder zwischendurch deine Fragen posten, solange es nicht ein Fall für die PFO wird 🙂 Ich stelle mir halt vor, dass nach dem Sommer mehr Aktivität im Forum stattfindet, dann bekommst du auch mehr Antworten.

Was dein Problem mit dem F-Akkord in "Banks Of Ohio" betrifft: robiere den F mit verschiedenen Fingersätzen zu greifen! Manchmal ist es doch besser, den Ton "a" im Akkord mit dem Ringfinger zu nehmen, gerade wenn vorher ein C7 kommt, wie hier. Oder mache statt C7 einen C, bekomme das Lied erstmal dadurch vollends zum Laufen und versuche dann später irgendwann den C7 zu integrieren. Auch wieder eine zunächstige Vereinfachung, wie weiter oben von mir beschrieben...

beste Grüße
Niño

 

Hallo Klaus,

da muß ich auch noch mal meinen Senf, er ist aber nicht neu, dazugeben. Üben, üben, üben. Und die Methode erst rechte Hand, dann linke finde ich persönlich auch am besten. Und dann Zeile für Zeile. Ich bin auch schon lange Rentnerin und weiß um die Problematik damit. Yvonne ist viel jünger und macht das alles viel schneller und besser.  Was ich von ihr gehört habe, erstaunt mich, denn sie hatte ja überhaupt keine Voraussetzungen. HUT AB!

Ich bin gerade bei der "Moldau" , und da wollen meine Finger auch nicht mehr so schnell, wie ich es möchte.  Du schaffst es also auch, wenn du es willst. Wollte dir nur ein wenig Mut machen.

Grüße von Marianne

 

Hallo Marianne,

danke für die Antwort. Üben üben, das werde ich, und es wird ganz sicher gelingen. Dazu liebe ich dieses Instrument und seine Möglichkeiten zu sehr. Das einzige war ich bedauere ist, das ich so spät darauf gekommen bin. Aber vorher wäre sowiso nicht gegangen da waren die Frau, die Kinder und die Arbeit ebend wichtiger.

Grüße von Klaus

Hallo zusammen,

Sorry, vielleicht kann ich einfach nicht einschätzen, wie es in dem Alter wohl ist.. ich habe noch in Erinnerung, dass im Level 2 Video "walzing mathilda bzw. song mal anders üben" so einige Tipps erwähnt werden, die auch helfen könnten.

Und Marianne, ich danke dir ganz tolle für diese supertolle Kompliment!

Ich kann aber auch zur Beruhigung sagen, dass ich an den Songs auch teilweise lange sitze und übe, bis es klappt und manchmal denkt man, dass das nie was wird und irgendwann kommt urplötzlich so ein Punkt, wo es aufeinmal flutscht. Das kann ich mir nicht erklären, wieso das ist. Vielleicht hast du diesen Punkt noch nicht erreicht. Einfach jeden Tag ein paar Mal üben, irgendwann wird das.

LG

Yv

Also ich hänge aktuell auch im Video Bassschlüssel 2 fest wo ich derzeit ähnlich wie du Klaus denke, „krig ich nie hin“. Gleich der erste Shanty-Song Zeile 2 ist rhythmisch für mich noch unerreichbar. Da knabbere ich nun auch schon länger. Mal sehen ob das irgendwann klappt.